„ Modern, offen, vorausblickend aber doch auf festen Traditionen basierend. Frauenschwingen als Modell für die Schweiz der Zukunft? Wir arbeiten daran….“
Im Jahre 1992 wurde in Aeschi bei Spiez (BE) der Eidgenössische Frauenschwingverband (EFSV) gegründet. Von 1995 bis 1998 stand dem Vorstand mit Franziska Lacher-Schatt aus Kaltbrunn die erste Frau vor. Sie äusserte sich einmal zur Motivation, wieso Frauen mit Schwingen beginnen: „ Die Beweggründe für junge Frauen mit Schwingen anzufangen sind vielfältig. Viele kommen aus Schwingerfamilien, sind fasziniert von diesem dynamischen Sport, der sich für Frauen genauso eignet wie für Männer. Technik, Schnelligkeit im Wett-kampf und die richtige mentale Einstellung zu finden, fasziniert mich.“ Beziehungen zum Eidgenössischen Schwingerverband (ESV) gibt es offizieller Basis keine. Es konnten in den vergangenen Jahren aber verschiedentlich gute Beziehungen zu Schwingklubs der Männer geknüpft und gepflegt werden. So haben beispielsweise in der Stadt Zürich die Frauen Gastrecht in der Halle des Schwingklubs Zürich. Eine Frau, welche diesbezüglich Grosses geleistet hat, ist Irène Bodenmann-Meli, die Tochter des zweifachen Schwingerkönigs Karl Meli, Winterthur. Sie ist Gründerin des Frauenschwingklubs Zürich, wo auch die Aargauer Schwingerinnen trainieren, und im Schwingerwesen sehr bewandert.
Irène Bodenmann-Meli: „Wir interessieren uns vor allem dafür, dass wir unseren Sport in Ruhe ausüben können und dass wir mit unserem Engagement dem Frauenschwingen zu einer gewissen Popularität verhelfen können. Wir haben festgestellt, dass die Vorurteile nach und nach aufweichen. Viele positive Reaktionen bestätigen diese Entwicklung.“ Für sie ist klar. „ Wenn der ESV an einer Zusammenarbeit interessiert ist, dann werden wir Frauen uns sicher offen zeigen. Für uns reicht es aber auch, wenn die beiden Verbände friedlich und mit einem kollegialen Verhältnis nebeneinander existieren können.“ Der EFSV zählt heute zirka 80 Schwingerinnen. In den vergangenen Jahren konnten viele neue Mitglieder aufgenommen werden. Seit 1998 ist Jeanette Arnold Präsidentin des Verbandes. Sie stammt ursprünglich aus dem Kanton Uri und ist selbst aktive Kranzschwingerin, wie übrigens die meisten Mitglieder des Vorstandes. Des EFSV, der fast nur aus Frauen besteht. Im Herbst 1999 absolvierten die ersten Frauen einen J&S Kurs im Fach Schwingen, dies zusammen mit den Männern. Ein weiterer Schritt hin zur definitiven Etablierung.
Im Jahre 2002 gab Jeanette Arnold das Amt ab und der erste Mann, Werner Rupp, Stans führte den Verband an und machte zugleich den Medienchef. Als Vice wurde Peter Portmann, Uznach gewählt, er amtet auch als Technischer Leiter, TL. Daniela Linggi, Goldau ist Kassiererin, Karin Steiner,Schänis wurde im Jahre 2000 gewählt und ist Aktuarin. Ursula Ruch, Krauchthal ist Beisitzerin. Die Technische Kommission besteht aus, dem TL, Irène Bodenmann-Meli, Winterthur und Sandra Zingg, Moosseedorf und weiteren Vertreterinnen der Frauenschwingklubs.
In Sachen J&S ist der Stand so, dass es eine Expertin hat. Irène Bodenmann-Meli.
Eine mit Leiterin 3, Sandra Zingg und etliche Leiterinnen in den Klubs. Der TL Raymond Stalder als Leiter 3 ist der Verbandscoach.
Ernst Schläpfer, eh. Schwingerkönig, AV Präsident des ESV, leitete den ersten Kampfrichterkurs des EFSV.
Es wird in betracht gezogen einen eigenen Frauenschwingkurs zu organisieren, für diesen müssten aber 2 Expertinnen da sein und eine Teilnehmerinnenzahl von 12 sollte erreicht werden.
Am 30. April 2005 fand der zweite Kampfrichterkurs fürs Frauenschwingen statt. In der Schwinghalle in Baden-Brugg AG mit Abgabe des Technischen Regulativs (TERE) und mit einem Kursabschluss mit einem Fragebogen über das TERE der Frauen.
An der GV 2006 wurde der Vorstand erneuert. Werner Rupp, Stans von Ursula Ruch, Krauchthal als Präsidentin abgelöst. Peter Portmann trat als TL zurück, neuer TL wurde der seit einem Jahr als Beisitzer und stv. TL tätige Raymond Stalder, Bottmingen. Da Ursula die Kasse abgab, wurde Nicole Kurmann, Hergiswil in den Vorstand gewählt und sie übernahm auch die Kasse. Als Vice Präsident stellte sich Hanspeter Müller, Walchwil, wurde neu in den Vorstand gewählt. Karin Steiner, Schänis trat als Aktuarin zurück, neu dazu kamen Vreni Klauser, Winterthur meist in der Einteilung tätig und Alfons Scherzinger, Kaltbrunn, meist als Kampfrichter im Einsatz. Beide unterstützen den Vorstand als Beisitzer.
Leider konnte Niemand als Aktuar walten, auch das Amt als Pressechef ist noch offen. Raymond organisiert den Wyberhaken und Ursula schreibt Berichte für die Presse.
An der GV 2006 wurde ebenfalls das überarbeitete TERE angenommen. In der Saison 06 verteilt an die Schwingerinnen, die Funktionäre und den Vorstand.
Ein Betreuer-Ordner soll helfen, dass die Organisatoren ihr Frauen- und Meitlischwingfest noch besser planen können. 7 Frauen- und Meitlischwingfeste im 2006.
Der dritte Kampfrichterkurs fand in der Schwinghalle in Brugg AG statt.
Ein neues Schwingfestprogramm wurde eingeführt. Nun können Notenblätter, Startlisten, Zwischen- und Schlussranglisten mit demselben Programm erstellt werden. Auch sollte es möglich sein, die Listen digital zu versenden.
Die neue Schwingerkönigin heisst Brigitte Kunz, Trubschachen und kommt Bernischen Klub Ämmitau. Die Sennenschwingerin löste die vierfache, in Folge, Königin Jeannette Arnold, Melchtal FSK Goldau/Kerns ab.
Erstmals erhielt die Schwingerkönigin den separaten goldenen Kranz mit Aufschrift Schwingerkönigin.
Erstmals in der Geschichte wurden die Jahresbesten des Meitli 1,2 und Zwergli ernannt.
Mit goldenen Zweigen geehrt:
Meitli 1: Janine Müller, Schlossrued AG FSK Zürich
Meitli 2: Claudia Riedi, Bürglen FSK Goldau/Kerns
Zwergli: Isabel Egli, Steinhuserberg FSC Steinhuserberg